Protein Chips ein leckerer und leichter Snack

Genießen Sie lecker und leicht. Sportler profitieren von einer Extraportion Eiweiß, wer abnehmen möchte, kann snacken, ohne später ein schlechtes Gewissen zu haben.

Protein Chips Vergleich Tabelle: hier klicken

Gleichzeitig unterstützt das Eiweiß aus den Protein Chips mit einer Extraportion Eiweiß die Versorgung und damit kann sich diese beim Sportler auf den Muskelaufbau auswirken und beim Diäthaltenden positiv auf den Erhalt von aktiver und stoffwechselaktiver Muskelmasse. Der bekannte Jojo-Effekt bei Diäten wird häufig von einem Verlust an Muskelmasse hervorgerufen.

 Vorteile von Protein Chips

Herkömmliche Chips sind wahre Kalorienbomben eher geeignet für Schwerstarbeiter als für den Sportler, der auf seine Ernährung achtet oder denjenigen, der gerade abnehmen möchte. Normale Chips aus dem Supermarkt bringen es pro 100 g auf stolze 530 kcal und kalorienreduzierte Chips bzw. fettreduzierte Chips immer noch auf 471 kcal. Proteinchips bringen es da auf reduzierte 354 bis 405 kcal pro 100 g.

Low Carb Ernährung mit Protein Chips

Auch im Rahmen einer modernen Low-Carb Ernährung oder Low-Carb-Diät fallen Protein Chips durch einen niedrigen Anteil an Kohlenhydraten auf, der Experte spricht hier von einem Lebensmittel mit niedrigem Glykämischem Index, was dieses Lebensmittel auch für Diabetiker interessant macht: Wenig Kohlenhydrate im Lebensmittel bedeuten weniger Ausschüttung von Insulin.

Insulin ist das anabolste Hormon im Körper, doch leider wirkt es sich auch auf die Einlagerung vom bösen Fett aus. Fettpolster lassen sich beim Einfluss von Insulin schlecht abbauen, so dass bei der Pape-Diät oder Low-Carb-Diät am Abend Kohlenhydrate auf das vermeidbarste Maß vermieden werden, um im Schlaf Fett abnehmen zu können.

Tabelle Chips Nährwerte

Alle Angaben sind pro 100 g.

ProduktEiweißKohlenhydrateFettKalorien [kcal]
Normale Chips6,14933530
fettreduzierte Chips7,166,920,8471
Protein Chips25 - 65,639,9 - 28,34,69 - 13,2354 - 405

Protein Chips sind nicht gleich: vergleichen beim Kaufen ist mit uns ganz einfach

Alle Angaben, bis auf die Packungsgröße in der letzten Spalte, sind pro 100 g. Preise spiegeln Marktpreise wieder, Angebote können vom Preis abweichen.

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ProduktProteinGeschmackEiweißKohlen-hydrateFettKalorien [kcal]EuroPackungs-inhalt [g]
Supplify High Protein Chips
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Whey / Soja (keine weitere Angabe)Sour Cream & Onion, Thai Sweet Chili, Paprika2547114053.850
Konzelmanns Protein Chips
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SojakonzentratBBQ, Onion Creme44.416.313.23986.6330
Novo Easy PROTEIN BITES
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Whey (Konzentrat & Isolat) / SojaisolatSea Salt and Black Pepper, Sour Cream & Onion, Cheese & Jalapeno, Sweet Southern BBQ, Grilled Chicken, BBQ Chipotle49,7 - 50,427,3 - 28,35,8 - 7368 - 3724.6640
Käxxi Protein Kräcker
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Sojaisolat / WheyisolatHot Barbecue, Sour Cream & Onion, Würzige Paprika37 - 399,9 - 1212 - 13354 - 3613,7675
Quest Protein Chips
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Whey (Konzentrat & Isolat)Sea Salt, BBQ, Cheddar & Sour Cream, Salt & Vinegar, Sour Cream & Onion65,6315,64,693756,2232
orthomedfit Protein Chips
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SojakonzentratBarbecue44,416,313,23988,3030
My Protein Protein Bites
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Sojaisolat / Whey (Konzentrat & Isolat)Barbecue Chipotle, Gegrilltes Hähnchen, Jalapeno Käse, Salz - schwarzer Pfeffer, Sour Cream und Frühlingszwiebel, Sweet Southern Chicken, Würzige Paprika49,2 - 50,626,86,3 -6,7363 - 3663,1630
Inkospor Active Protein Chips
- derzeit nicht verfügbar -
SojaisolatPaprika432817443-25
GoNutrition Protein Chips
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SojakonzentratMatura Cheddar and Red Onion, Roast Chicken, Salt & Vinegar5011,62,02976,6230
Zec+ Nutrition Protein Chips
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SojakonzentratBarbecue44,416,313,23988,3330

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Proteine – die Bausteine des Lebens

Eiweiße, im Fachjargon auch Proteine genannt, zählen zu den essentiellen Nährstoffen. Proteine sind lebensnotwendig, da ohne sie viele wichtige Stoffwechselprozesse im Organismus gar nicht erst ablaufen könnten. Allerdings ist der Körper nicht in der Lage, all diese wertvollen Substanzen selbst zu bilden oder zu speichern. Er muss sie also über die Nahrung aufnehmen. Gute Proteinlieferanten sind vor allem tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milcherzeugnisse. Doch auch Gemüse wie Soja und Hülsenfrüchte liefern dem Körper viel wertvolles Eiweiß. Dabei gibt es verschiedene Arten von Proteinen, die durch ihre Eigenschaften unterschiedliche Effekte im Körper zeitigen und verschiedene Aufgaben übernehmen.

Verschiedene Eiweiß-Typen und ihre biologische Wertigkeit

Es gibt verschiedene Arten von Eiweißen, die je nach Typ einen anderen Effekt im Körper erzielen. So sind Proteine aus tierischen Produkten grundsätzlich biologisch hochwertiger als die aus pflanzlicher Herkunft, da sie besser vom Körper verwertet werden können.

Tierisches Eiweiß: Proteine aus tierischen Produkten wie Milcherzeugnisse und Fleisch liefern dem Organismus viel hochwertiges Eiweiß. In diesem Zusammenhang sind vor allem die speziellen Milchproteine hervorzuheben, die unterschiedlichste Bestandteile in sich tragen und verschiedene Körperfunktionen effektiv unterstützen. Ebenso wichtig ist aber auch das sogenannte Ei-Protein, dessen Mikro-Nährstoffe für die Hormon-Produktion benötigt werden.

Pflanzliches Eiweiß: Proteine, die aus pflanzlichen Lebensmitteln stammen, enthalten zwar auch Eiweiße, sind aber schwerer verdaulich als tierische Proteine. Dennoch gibt es durchaus pflanzliche Protein-Lieferanten, die von ihrer Wirksamkeit nicht zu unterschätzen sind. Soja-Proteine sind zum Beispiel pflanzliche Eiweißformen, die sich relativ schnell aufnehmen lassen und dem Körper zusätzliche Energie bereitstellen. Zudem regen sie den Stoffwechsel an.

Die unterschiedliche biologische Wertigkeit von tierischen und pflanzlichen Eiweißen bedeutet jedoch nicht, dass lediglich Lebensmittel aus tierischer Herkunft verzehrt werden sollten. Ganz im Gegenteil: Gerade die Abwechslung proteinreicher Nahrungsquellen ist wichtig, um einer einseitigen und damit ungesunden Ernährung vorzubeugen.

Warum sind Proteine so wichtig?

Welche Relevanz Proteine für den menschlichen Organismus besitzen, zeigt sich schon allein daran, dass er selbst zu ca. 20 Prozent aus Eiweißen besteht. Sie sind also neben Wasser und Fetten einer der wichtigsten Bestandteile unseres Körpers. Proteine belegen eine Schlüsselrolle und zwar in fast allen biologischen Prozessen, die im Körper ablaufen. Sie stecken in jeder Körperzellen und regulieren als Enzyme und Bestandteile von Organen den Stoffwechsel, helfen beim Speichern und Transportieren von Nährstoffen und sorgen für die Heilung von Wunden und die Neubildung von Gewebe.

Ungesunde Ernährungsgewohnheiten, chronische Krankheiten und Stress können einen Mangel an Proteinen hervorrufen, der die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Körpers stark beeinträchtigt. Fehlen dem Körper nämlich Eiweiße, laufen viele Prozesse im Körper nicht mehr reibungslos ab. In der Folge ist das Immunsystem geschwächt, das Leistungsvermögen nimmt ab und auch das geistige Wohlbefinden gerät in Mitleidenschaft.

Struktur und Aufbau von Proteinen – was sind Aminosäuren?

Proteine bestehen aus Aminosäuren, die sich miteinander zu einer Kette verbinden und so ein Eiweiß-Molekül bilden. Von der Anordnung der Aminosäuren hängt wiederum ab, um welches Protein es sich handelt, welche Eigenschaften es besitzt und wie es im Körper wirkt. Heutzutage sind über 250 nicht-proteinogene und 20 proteinogene bzw. kanonische (eiweißbildende) Aminosäuren bekannt. Der Körper ist imstande, die meisten eiweißbildenden Aminosäuren zu produzieren, lediglich 8 davon kann er nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen.

Fehlt es nur an einer einzigen Aminosäure, hat das einen negativen Effekt auf sämtliche Proteine im menschlichen Körper. Insbesondere bei einer dauerhaften Unterversorgung werden sich früher oder später gesundheitliche Probleme einstellen. Meistens macht sich dieser Umstand durch erhöhte Infektanfälligkeit, deutlichen Leistungsabfall, Gelenkprobleme sowie durch Schwierigkeiten beim Abnehmen und beim Muskelaufbau bemerkbar. Viele andere Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht, die mit einer Stoffwechselstörung einhergehen, gehen nicht selten einher mit einem Mangel an Aminosäuren. Hingegen fördert eine gute Versorgung mit Aminosäuren den Muskelaufbau, das Abwehrsystem und vieles mehr.

Gegenteilig verhält es sich bei Personen mit chronischer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz): Hier ist eine eiweißarme Ernährung angeraten, da dies den Krankheitsfortschritt verzögern kann.

Der aktuelle Tagesbedarf an Eiweiß liegt nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht, neueste Forschungsergebnisse legen jedoch den Schluss nahe, dass diese Menge nicht reicht. So empfehlen Wissenschaftler der University of Texas Medical Branch in Galveston eine tägliche Eiweiß-Zufuhr von 0,93 g pro Kilogramm. Diese Werte gelten aber nur für Menschen, die nicht besonders körperlich aktiv sind.

Für Sportler, die ihren Muskelaufbau effektiv ankurbeln möchten, empfehlen Experten hingegen eine Tageszufuhr von 1,6 bis 1,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Das betrifft aber nicht nur Kraftsportler, auch Ausdauer-Athleten weisen einen erhöhten Protein-Bedarf auf. Sie benötigen ca. 1,2 bis 1,4 Gramm pro Kilogramm. Meist nehmen Sportler auch mehr Eiweiß als hier empfohlen zu sich, um jederzeit die richtigen Aminosäuren im Stoffwechsel parat zu haben.

Die 8 essentiellen Aminosäuren und ihre Eigenschaften

Insgesamt gibt es 8 lebensnotwendige Aminosäuren, die der Körper über die Nahrung aufnehmen muss, da er sie nicht selbst herstellen kann. Diese acht Aminosäuren werden daher als essentielle, also lebensnotwendige Aminosäuren bezeichnet:

  • Isoleucin gehört zu den verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA). Es ist ein wichtiges Element des Muskelproteins und auch für den Muskelaufbau als Eiweiß-Bestandteil von höchster Relevanz. Diese Aminosäure sorgt für den Erhalt der Muskelmasse und ermöglicht die Regeneration des Muskelgewebes. Zudem kann Isoleucin bei körperlicher Beanspruchung dem Körper die benötigte Energie liefern, wenn die freien Glukose-Reserven des Körpers verbraucht sind. Auch für den Hormonhaushalt des Organismus spielt Isoleucin eine wesentliche Rolle: Zum Beispiel kurbelt es die Insulin-Freisetzung an, was die Aufnahme von wertvollen Nährsoffen in die Muskelzellen fördert. Ein Umstand, der nicht nur der Energiegewinnung zugutekommt, sondern auch dem Wachstum. Darüber hinaus unterstützt Isoleucin die Wundheilung und stärkt das Immunsystem.
  • Auch Valin ist eine BCAA und daher vor allem für den Muskelaufbau interessant. Es reguliert nicht nur den Blutzucker, sondern stimuliert auch die Aufnahme von Aminosäuren in die Leber und Muskulatur. Valin kann ebenso als Energiequelle fungieren und kräftigt das Abwehrsystem.
  • Methionin dient direkt der Proteinbildung. Zudem hemmt diese essentielle Aminosäure das Bakterienwachstum und kann so Harnwegsinfekte vorbeugen. Methionin findet sich als Aminosäure in Lebensmitteln wie Paranüsse, Fisch, Leber und Eiern.
  • Eine verzweigtkettige Aminosäure und damit ausschlaggebend für den Aufbau der Muskulatur ist auch Leucin. Darüber hinaus hilft es bei der Neubildung von Gewebe, kurbelt Heilungsprozesse an und kann zur Energiegewinnung genutzt werden. Genauso wie die beiden anderen BCAA beeinflusst Leucin das Wachstumshormon STH positiv und kurbelt den Fettabbau an.
  • Tryptophan ist äußerst wichtig für die Leberfunktion. Außerdem benötigt es der Körper, um das Schlafhormon Melatonin und das Glückshormon Serotonin zu synthetisieren. Tryptophan ist zum Beispiel in Tomaten, Karotten, Bananen und Spinat enthalten.
  • Lysin sorgt dafür, dass Binde- und Muskelgewebe erhalten bleiben. Unser Organismus wandelt Lysin in Carnitin um, welches bei der Gewichtsreduktion und dem Muskelaufbau hilft. Lysinreiche Lebensmittel sind Bohnen, Orangen, Mandarinen und Sellerie.
  • Die Produktion von Blutkörperchen wird durch die essentielle Aminosäure Phenylalanin gefördert. Zudem unterstützt es die Nierenfunktion. Phenylalanin wird vom Körper in Tyrosin umgewandelt – ebenfalls eine essentielle Aminosäure. Tyrosin wird benötigt, um zum Beispiel zentrale Neurotransmitter wie Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin zu bilden. Auch für die Herstellung der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin spielt es eine wichtige Rolle. Phenylalanin stärkt die Konzentrationsfähigkeit, Leistungsfähigkeit, wirkt stimmungsaufhellend und regt den Appetit an. Soja, Lachs, Eier, Kürbiskerne, Kuhmilch und Schweinefleisch sind gute Phenylalanin-Lieferanten.
  • Nervenberuhigend wirkt wiederum die Aminosäure Threonin, die vom Körper je nach Bedarf in Glycin umgewandelt werden kann. Auch begünstigt Threonin den Knochenaufbau und die Bildung von Antikörpern, welche die Abwehrkräfte stärken. In Papaya, Blattspinat und Karotten ist Threonin enthalten.

Die semi-essentiellen Aminosäuren Arginin, Tyrosin, Cystein und Histidin

Der Organismus von Erwachsenen ist dazu imstande, alle Aminosäuren, ausgenommen die essentiellen, selbst zu bilden. Anders verhält es sich jedoch bei Säuglingen: Sie können die vier Aminosäuren Arginin, Cystein, Histidin und Tyrosin nicht selbst produzieren. Aus diesem Grund sind diese 4 auch als semi-essentielle Aminosäuren bekannt. Während Arginin den Muskelaufbau unterstützt und wachstumsfördernd wirkt, werden mit Hilfe von Tyrosin wichtige Schilddrüsen-Hormone hergestellt. Cystein braucht der Organismus wiederum für zur Festigung des Bindegewebes, Stärkung des Immunsystems, für die Knochen und Muskelgesundheit und noch vielen anderen Dingen. Histidin ist für die Wundheilung, Blutbildung, Immunabwehr und das Wachstum von großer Bedeutung.

BCAA und ihre Wirkung

Der Begriff BCAA steht für „branched chain amino acids“, was übersetzt nichts anderes als verzweigtkettige Aminosäuren bedeutet. Leucin, Valin und Isoleucin sind BCAA und erfüllen im menschlichen Organismus eine Vielzahl an lebenswichtigen Funktionen.

Verzweigtkettige Aminosäuren finden sich vorwiegend in eiweißreichen Nahrungsmitteln, wo sie reichlich enthalten sind. Neben tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eier helfen auch Walnüsse und Maismehl dabei, den täglichen Bedarf an BCAA zu decken. Doch ohnehin wird der Tagesbedarf ohne weiteres gedeckt, solange eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung eingehalten wird.

Der körpereigene Bedarf an BCAA kann sich in bestimmten Situationen jedoch stark erhöhen, zum Beispiel bei Erkrankungen, starker körperlicher Belastung und Diäten. Insbesondere wenn eine Lebererkrankung vorliegt oder Leistungssport betrieben wird, benötigt der Körper mehr BCAA und sollte daher mit einer entsprechenden Supplementation versorgt werden.

Das Besondere an den verzweigtkettigen Aminosäuren ist, dass ihre Verwertung hauptsächlich in den Muskeln und nicht in der Leber stattfindet. Aus diesem Grund besitzen Leucin, Valin und Isoleucin auch eine tragende Rolle in der Energieversorgung der Muskeln. Darüber hinaus hemmen die BCAA den Katabolismus (Abbau) von Proteinen, was bei bestimmten Krankheiten oder Diäten den Abbau von Muskelgewebe verhindert. Zudem sind sie ausschlaggebend für die Bildung verschiedener Gewebe-Arten, fördern die Wundheilung und regen Stoffwechselvorgänge an.

Die BCAA-Einnahme erfolgt am besten ca. 30 Minuten vor einer Mahlzeit, unmittelbar vor dem Sport oder direkt danach. Die übliche Tagesdosis liegt in der Regel zwischen 3.000 und 5.000 Milligramm, kann in intensiven Trainingsphasen oder nach Operationen aber auch höher ausfallen. Ein Muskelabbau lässt sich effektiv vorbeugen, wenn die BCAA-Einnahme vor dem Schlafengehen stattfindet, kann jedoch den Schlaf stören.

Whey-Proteine vs. Casein-Proteine – was ist der Unterschied?

Zu den beliebtesten und am besten entwickelten Protein-Supplementen gehören Whey und Casein. Sie liefern nicht nur eine ansehnliche Fülle an Aminosäuren, sondern sind auch bekömmlich und preiswert. Beide Protein-Arten sind sehr nährstoffreich, zeitigen jedoch unterschiedliche Effekte bei der Verstoffwechslung. Aus diesem Grund ist das eine für bestimmte Situationen besser geeignet als das andere.

Das hat den Hintergrund, dass manche Mikro-Nährstoffe vom Körper schneller aufgenommen und verwertet werden können als andere. So gelangen einfache Kohlenhydrate schneller in den Blutkreislauf als komplexe Kohlenhydrate. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den Proteinen: Zwar stammen Casein- und Whey-Eiweiß aus der gleichen Nahrungsquelle, nämlich der Milch, aber sie werden in unterschiedlicher Geschwindigkeit vom Körper absorbiert. Grundsätzlich gilt:

  • Whey-Protein wird schneller aufgenommen und baut sich schneller ab.
  • Casein-Protein hat eine langsamere Absorptionszeit und baut sich langsamer ab.

Die Aminosäuren im Casein werden also langsamer in den Blutkreislauf geleitet als die vom Whey. Und das ist auch der Grund, warum viele Sportler und Bodybuilder das Whey-Protein bevorzugen. Hinzu kommt, dass Letzteres ca. die doppelte Menge an Leucin beinhaltet als Casein. Damit ist Whey-Eiweiß jedoch nicht wertvoller, wie oft irrtümlich angenommen. Es bedeutet lediglich, dass sich Whey und Casein anders dosieren lassen.

Casein trumpft wiederum mit einem höheren Kalzium-Gehalt auf, der den von Whey um ein Vielfaches übertrifft. Zum Vergleich: 100 Gramm Whey-Protein-Pulver enthalten 480 mg Kalzium, während 100 g Casein 2600 mg liefern. Kalzium ist bekanntlich wichtig für die Knochen-Stabilität, doch auch für Muskelkontraktionen und die Blutgerinnung spielt das Mineral eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass Casein-Protein sich auch beim Kochen und Backen besser macht: es nimmt mehr Flüssigkeit auf, ist hitzebeständiger, dickflüssiger und fluffiger als Whey.

Fazit: Personen, die ihr Protein-Pulver bevorzugt nach dem Training einnehmen möchten, sollten zu Whey-Supplementen greifen. Soll das Protein eher eine Mahlzeit ersetzen und den Muskelabbau verhindern, dann ist Casein die bessere Wahl. Generell ist auch eine abwechselnde oder kombinierte Einnahme beider Proteine von Vorteil, da das Variieren von Proteinquellen sich günstiger auf den Stoffwechsel auswirkt als einseitiger Konsum.

Wie sinnvoll ist ein Mehrkomponenten-Protein?

Die sogenannten Mehrkomponenten-Proteine sind durchaus empfehlenswert, um den Körper mit unterschiedlichen Aminosäure-Profilen zu versorgen.

Mehrkomponenten-Proteine liefern neben Whey-Eiweiß meist wertvolles Casein, Ei- und Soja-Protein. So gesehen vereint ein Mehrkomponenten-Protein die Vorteile der einzelnen Protein-Arten:

  • Whey-Protein lässt sich schnell verdauen und liefert rasch diejenigen Aminosäuren, die für Muskelaufbau und Muskelregeneration benötigt werden.
  • Casein-Protein wird zwar etwas langsamer verwertet, dies hält den Aminosäurenspiegel im Blutplasma für längere Zeit hoch. Dadurch wird der Muskelabbau gestoppt und der Muskelaufbau gefördert.
  • Soja-Protein kurbelt wiederum den Stoffwechsel an und soll angeblich den Cholesterin-Spiegel im Blut senken.
  • Ei-Protein liefert eine besonders hohe Konzentration von Cystein und Methionin, beides essentielle, schwefelhaltige Aminosäuren. Sie werden vom Organismus für die Hormonproduktion benötigt.

Ein Mehrkomponenten-Protein kann auch aus anderen Protein-Arten bestehen, die 4 genannten sind jedoch die wichtigsten Eiweiße für den menschlichen Körper. Kombinationspräparate aus verschiedenen Proteinen sind daher die ideale Nahrungsergänzung für Freizeitsportler und Leistungssportler. Mehrkomponenten-Proteine können nach Belieben zum Frühstück, zwischen den Mahlzeiten, vor der Nachtruhe sowie vor oder nach dem Training eingenommen werden.

Protein-Supplemente sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung

Das Zuführen von Proteinen über Nahrungsergänzungsmittel ist bei chronischen Krankheiten oder erhöhter körperlicher Belastung durchaus sinnvoll. Allerdings können Protein-Präparate eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht vollständig ersetzen. Als Ergänzung zur normalen Ernährung sind Protein-Supplemente jedoch vielversprechend, da sie das Leistungsvermögen, die Abwehrkraft und das Wohlbefinden effektiv fördern können. Für Sportler sind Eiweiß-Präparate vor allen Dingen interessant, da sie dadurch ihren Muskelaufbau mit weniger Fett, Cholesterin und Purin unterstützen.